Licht und Schatten lagen heute eng beieinander!
21.01.2012 - Stefan Seiler
Gegen Striesen 2. fehlten zwar 5 Stammspieler, aber dafür standen uns 5 Spieler (Pelle, Schade, Engler, Zortel, Eiche) aus unserer Ersten zur Verfügung. Wir waren also mehr als gut für dieses Freundschaftsspiel gerüstet.
Leider waren die ersten 40 Minuten eher Fussballmagerkost. Die Jungs sollten eigentlich den Ball und damit auch den Gegner auf dem Kunstrasenplatz (Grün-Weiß) laufen lassen. Wir versuchten dies zwar, aber es war festzustellen, dass die Meisten während der Winterpause keinen Ball gesehen hatten und somit anscheinend wieder einiges verlernt hatten. Also gab ich Ihnen wohlwollend die Zeit sich mit dem ungewohnten widerspenstigen Spielgerät vertraut zu machen und schaute mir das Fehlpass-Festival von der Außenlinie an. Wir ließen dem Gegner zu viel Platz, spielten Fehlpässe am Fließband und spielten in der Offensive viel zu ungenau. Der Gegner hatte die ein oder andere aussichtsreiche Gelegenheit und hätte zur Pause eigentlich führen müssen.
Vor der Pause (43. und 45. Minute) aber dann doch noch zwei heiß ersehnte Lichtblicke. Zuerst platzte ganz unverhofft der Knoten bei Blanke. Ecke von Zortel, der Striesener Torwart zu zögerlich und Blanke erzielt nach einer Ewigkeit mal wieder ein Tor für Süd. Kurz danach setzen wir den Torwart nach einem Rückpass unter Druck und der Querschläger landet bei Heidel, der den Ball in bekannter Reuss-Manier (siehe gestern gegen Bayern) aus 30 Metern direkt ins Tor befördert. So schlichen die Südler trotz des 2:0 enttäuscht von ihrer Leistung in die Kabine. Zumindest erkannten alle selbst, dass die erste Halbzeit eine Enttäuschung war und der Anspruch ein anderer sein muss.
Die zweite Halbzeit war dann schon viel besser und wir erspielten uns mit fortlaufender Spieldauer mehr und mehr gute Chancen. Dies war aber sicher auch den nachlassenden Striesener Kräften geschuldet. Ein paar Tore sollten dann auch noch fallen. Erst spielt Zortel quer auf Kuras, der den Ball nur noch über die Linie drücken muss (57.) und dann schickt Eiche unseren Heidi auf der Außenbahn. Die rechtzeitige Eingabe verwertet Eiche überlegt. Kurz danach ein Freistoss für Süd. Leider war Eiche anscheinend optisch etwas von der Striesener Mauer irritiert. In der Pause hatte er sich in der Kabine noch an dem Plakat einer leichtbekleideten Frauen-Mauer ergötzt. Naja, der Freistoss brachte jedenfalls nichts ein. Das 5:0 entsprang dann dem konsequent vorgetragenen Flügelspiel. Heidel wird auf dem Flügel freigespielt, läuft zur Grundlinie und flankt den Ball auf den langen Pfosten. Und somit noch ein Kopfballtor. In der 82. Minute umkurvt Engelchen im Strafraum 3 Gegner und wird von den Beinen geholt. Den fälligen Elfer verwandelt Eiche überlegt und meldete postwendend bei Grubi seine 11er-Ansprüche für die Erste an.
Dann war Schluss und ich hatte noch eine kleine Überraschung für unsere Helden parat. Es gab als Zugabe noch eine gehörige Portion Wendesprints, damit auch jeder merkt, dass wir in der Vorbereitung sind. Das die Intensität ausreichend war, merkte man dann in der Kabine, in der es so ruhig wie nie zuging. Nicht einmal Engelchen war zu hören. Vermutlich schlafen heute abend alle seelenruhig und werden sich morgen früh voller Schmerzen (Muskelkater) an dieses Spiel erinnern.
Insgesamt geht der Sieg aufgrund der guten 2. Halbzeit in Ordnung. Striesen war aber keineswegs so unterlegen, wie es das Ergebnis vielleicht vermuten lässt. Zumindest in der 1. Hälfte waren sie uns mehr als ebenbürtig und hätten wie gesagt, in Führung gehen müssen. Dann wäre es für uns sicher um einiges schwerer geworden.
Wir werden bis zum Punktspielstart noch einiges für unsere Fitness und auch die Feinabstimmung tuen müssen, damit wir gegen Graupa erfolgreich in die 2. Halbserie starten.
Quelle:S. Seiler
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